Das vielleicht beste Restaurant, in dem ich je war

Perfekte Gewürze, südländische Lebensfreude und ein cooles Ambiente. Herz (und Gaumen!), was willst Du mehr?

Anfang des Monats hatte ich das Glück, beruflich nach Jerusalem fahren zu „müssen“. Da es mein erstes Mal in der Stadt war, verwöhnten mich meine Kollegen von Ort mit allen möglichen Annehmlichkeiten. So bekam ich die Gelegenheit, einen Abend im angesagtesten Restaurant der Stadt, MachneYuda, zu verbringen. Normalerweise muss man einen Tisch in dem kleinen Laden mehrere Wochen im Voraus reservieren.

Wir hatten Plätze an der Bar um 21 Uhr zugesichert bekommen, jedoch mussten wir noch eine Weile draußen auf Einlass warten. Nach ca. 30 Minuten war ich hungrig und genervt und hätte fast schon aufgegeben – auch weil beim ersten Nachfragen im Restaurant die Musik ohrenbetäubend laut war und ich schon mit dem Schlimmsten rechnete. Im Nachhinein muss ich über mich selbst den Kopf schütteln – das wäre eine sehr dumme verpasste Chance gewesen! Zum Glück übte ich mich in israelischer Gelassenheit und irgendwann durften wir dann auch Platz nehmen.  Die Musik war plötzlich sehr viel angenehmer – man konnte sich sogar ganz gut unterhalten. Und letztendlich musste ich Shazam nach ein paar Liedern fragen, um echte israelische Hiphop-Musik mit nach Hause nehmen zu können.

 

Da wir direkt an der Getränketheke saßen, kamen wir schnell mit den beiden schrecklich freundlichen Kellnern hinter der Bar ins Gespräch und sie berieten uns sehr ausfühlich, als wir die Speisekarten bekamen. Die Auswahl ändert sich hier häufig, je nachdem, was die Köche auf dem naheliegenden Mahane Yehuda Markt so leckeres finden. Mit den Speisekarten nahm das Unglück seinen Lauf: Wie zum Teufel sollte ich mich nur entscheiden, was ich essen sollte? Alles klang so lecker! Nun gut, die Polenta mit Trüffeln und Parmesan war als Vorspeise eigentlich gesetzt – von der hatte mir alle Welt nämlich schon vorgeschwärmt. Da wir alle drei nicht besonders entscheidungsfreudig waren, entschloss unser Kellner, dass wir erstmal nur die Vorspeise bestellen sollten und dann weitersehen würden.

Da war sie also – die legendäre Polenta. Im Weckglas. Mit gehobeltem Parmesan, Pilzen und Trüffeln. Das Gericht war definitiv so gut wie sein Ruf, wenn nicht das Beste, was ich je gegessen habe! Die Polenta war cremig und fantastisch gewürzt und ich hätte ewig weiter essen können. Die Vorspeisen meiner Kollegen waren ebenfalls wunderbar, nächstes Mal bestelle ich das Shikshukit.

 

 

Als der nette Kellner das nächste Mal kam, entschied ich mich dann spontan für eine  Hauptspeise und nicht – wie ursprünglich geplant –  für eine zweite Vorspeise. Meine Wahl fiel auf Spaghetti Thai-Style mit frischem Lachs und Erdnüssen. Auch dieses Gericht war unfassbar gut gewürzt – vielleicht ein klein bisschen zu wenig Thai aber sehr spannend und fischig.

Da die Stimmung unter den Angestellten und den Gästen mittlerweile hochgekocht war und man beim Essen ständig zum Mitklatschen aufstehen musste, verlängerten wir unseren Aufenthalt ein bisschen, indem wir noch einen Gin-Tonic bestellten – eine Nachspeise passte leider nicht mehr rein. Dabei wollte ich doch unbedingt das Tahini-Eis bestellen…

Denn der große Höhepunkt kam ja erst noch. Die Köche fangen irgendwann spät abends an, in ihrer offenen Küche zu tanzen, auf Töpfen und Pfannen zu trommeln und mit ihren Bunsenbrennern eine Lightshow abzufackeln. Allein das Zuschauen war ein grandioser Spaß! Aber seht selbst:

Mein Fazit: Wenn ich wieder nach Jerusalem fahre – und das habe ich mit mehr Zeit im Gepäck unbedingt vor, dann buche ich erst den Flug, dann das Hotel und dann sofort einen Tisch im MachneYuda.

[ MACHNEYUDA | Beit Ya’akov St 10, Jerusalem, Israel | www.machneyuda.co.il | Ohne Reservierung gehts gar nichts (online möglich) ]

 

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